Indikatoren, Tester
Anzeiger, Phasenmesser, Prüfgerät und Tastspitze im Einsatz. Arten von Anzeigern und ihre Anwendungen
Ein Spannungsprüfer, auch Einpol-Spannungsprüfer genannt, ist ein einfaches Messgerät zur Überprüfung des Vorhandenseins von Wechselspannung im Bereich von 100 bis 1000 V bei Frequenzen von 50 bis 500 Hz. Obwohl es sich um ein einfaches Gerät handelt, gibt es verschiedene Arten von Spannungsprüfern mit unterschiedlichen Funktionen und Bauformen. Sie werden auch als Phasenprüfer, elektrische Phasenmesser, Spannungsprüfer oder Spannungsindikatoren bezeichnet. Ein Spannungsprüfer ist ein tragbares Gerät, das dazu dient, das Vorhandensein oder Fehlen von Spannung im Netz oder an den stromführenden Elementen elektrischer Anlagen festzustellen. Diese Überprüfung wird vor dem Anschließen einer tragbaren Erdung oder dem Einschalten der Erdungsklemmen sowie vor Beginn von Arbeiten an elektrischen Anlagen durchgeführt. In diesen Fällen ist es nicht notwendig, den Spannungswert zu bestimmen, sondern lediglich festzustellen, ob Spannung anliegt oder nicht.
Die Sicherheit des Elektrikers hängt von der Spannungsanzeige ab. Erst nachdem er sich vergewissert hat, dass an den zu reparierenden Bauteilen keine Spannung anliegt, darf er mit der Reparatur einer Lampe, eines Schalters oder einer Steckdose beginnen.
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Arten von Indikatoren
Welche Arten von Indikatoren gibt es und wie unterscheiden sie sich?Gemäß der gemessenen Spannung:
- Bis zu 1 kV
- Über 1 kV
- Einpolige Indikatoren
- Bipolare Indikatoren
- Für Wechselstrom
- Für Gleichstrom
- Kontrollleuchte mit Glühlampe
- Phasenzähler mit LED-Anzeige
- Digitalanzeige
- Kontaktloser Indikator

Einfache Prüflampen bestehen aus einer in Reihe geschalteten Messspitze, einer kleinen Glühlampe, einem Vorwiderstand von 820 kΩ bis 1 MΩ und einer Kontaktfläche. Elektrische Prüflampen sind oft in Form eines Schraubendrehers aufgebaut. Die Spitze einer Standardprüflampe (die Klinge eines Schraubendrehers) dient als Messspitze und wird zum Messen auf den zu prüfenden Leiter aufgesetzt oder in die entsprechende Buchse gesteckt. Das andere Ende der Prüflampe wird leicht mit dem Finger berührt, wodurch der Stromkreis geschlossen wird. Ist der Leiter stromführend, leuchtet die Lampe auf. Der durch den Finger fließende Strom liegt üblicherweise im Mikroampere-Bereich und ist für den Menschen ungefährlich. Berührt die Spitze der Prüflampe den Neutralleiter oder die Erdung, leuchtet die Lampe nicht auf, da diese Leiter das gleiche Potenzial wie die Umgebung aufweisen.
Prinzipiell ist auf einen Standardindikator kein absolut verlässlicher Wert angewiesen, da der Stromfluss vom Übergangswiderstand zwischen Kontakt und Haut abhängt. Leuchtet die Kontrollleuchte bei Kontakt mit einem Neutral- oder Schutzleiter auf, ist der Indikator vermutlich defekt. Die Messung mit einem Indikator ist nur ein Richtwert und kein Nachweis für eine ordnungsgemäße Erdung. Zur Beurteilung der Erdung muss der Schleifenwiderstand gemessen werden. Dies ist der sogenannte Schleifenwiderstand, der bei der Überprüfung elektrischer Anlagen zwingend zu messen ist.

Indikatoren vs. zweipolige Spannungsprüfer
Elektrische Anzeigegeräte eignen sich nicht für eine genaue und zuverlässige Spannungsmessung. Zweipolige Spannungsprüfer hingegen sind für eine zuverlässige Spannungsmessung geeignet. Diese Geräte sind zudem sicherer, da während der Messung kein Strom durch den menschlichen Körper fließt. Ein defektes Anzeigegerät, beispielsweise mit einem defekten Vorwiderstand, kann einen Stromschlag verursachen. Handelsübliche Multimeter oder Installationsprüfer können zwar auch Spannungen messen, sind aber im ursprünglichen Sinne des Wortes keine reinen Spannungsprüfer mehr. Um die Funktionsfähigkeit jedes Anzeigegeräts zu überprüfen, empfiehlt es sich, dessen Funktionsfähigkeit vor jeder Benutzung zu testen. Dies zeigt zumindest eine defekte Anzeige an.Die Verwendung einer Prüflampe zur Überprüfung von Steckdosen mit Kindersicherung ist nicht zulässig. Eine gängige Bauart dieser Sicherung ist ein Kunststoffstreifen, der an der Innenseite der Steckdosenabdeckung befestigt ist. Um die Sicherung zu drehen und die Kontakte freizulegen, müssen die Prüfspitzen gleichzeitig in beide Steckdosen eingeführt werden. Dies verhindert, dass ein Fremdkörper (z. B. ein Nagel oder Schraubendreher) in eine der Steckdosenöffnungen eingeführt wird und einen Stromschlag verursacht. Das Prinzip dieser Sicherung schließt die Verwendung von Prüflampen aus. Für solche Messungen können zweipolige Prüfgeräte verwendet werden. Diese verfügen oft über eine Halterung, die die beiden Prüfspitzen in einem axialen Abstand von 19 mm fixiert, also dem Abstand zwischen den Kontakten üblicher europäischer Steckdosen.

Berührungsloser Tester
Berührungslose Spannungsanzeiger erfassen mithilfe eines Sensors ein elektrisches Feld in unmittelbarer Nähe des Leiters und signalisieren dies optisch, beispielsweise mit einer LED. Für den Betrieb ist eine Batterie erforderlich. Bei ausreichender Empfindlichkeit lässt sich Spannung sogar in einem isolierten Leiter messen. Berührungslose Spannungsanzeiger eignen sich zur Prüfung von Wechselspannung, sind jedoch nicht für Gleichspannung geeignet. Es gibt keine separate Norm für Spannungsanzeiger; sie müssen der allgemeinen Norm für Messgeräte BDS EN 61010-1 und 2 entsprechen. Einige berührungslose Phasenzähler verfügen über eine optische und akustische Signalisierung.
Arten von Indikatoren
Sie unterscheiden sich in ihrer Bauart und der Art des Lichtsignals. Elektrofachleute interessieren sich häufig für folgende Typen:- Professionelle Tester
- Qualitätstester
- Digitale Tester
- berührungslose Prüfgeräte
- Schalltester
- LED-Tester
- Induktiver Tester

Einige Grundregeln für die Arbeit mit einem Indikator
Es ist verboten, eine Glühlampe anstelle eines Phasenanschnittzählers als selbstgebauten Spannungsanzeiger zu verwenden. Diese Lampe ist gefährlich und unzuverlässig.Um die Phase stromführender Elemente oder Leitungen mit einem einpoligen Phasenprüfer zu ermitteln, halten Sie den Prüfer mit der rechten Hand am dielektrischen Griff und berühren Sie mit der Prüfspitze das zu prüfende Element oder die Leitung. Halten Sie dabei Ihre linke Hand hinter dem Rücken, um versehentliche Berührungen stromführender Elemente oder der Erdung zu vermeiden. Berühren Sie mit dem Finger Ihrer rechten Hand den Metallkontakt des Phasenprüfers. Die Berührung mit dem Daumen ist hierfür am einfachsten.
Leuchtet die Kontrollleuchte auf, bedeutet dies, dass das zu prüfende leitende Element unter Phasenspannung steht. Leuchtet die Leuchte nicht auf, liegt keine Spannung an.
Bei einem zweipoligen Spannungsprüfer berührt der Stift des Gehäuses, in dem sich die Prüfspitze befindet, einen Kontakt des zu prüfenden Bauteils. Der zweite Stift berührt den anderen Kontakt – Phase oder Nullpunkt. Ob Spannung anliegt oder nicht, zeigt die Helligkeit der Lampe an. Die Bedienung eines solchen Geräts ist sehr einfach.

Bei der Spannungsprüfung ist sorgfältiges und genaues Arbeiten unter Beachtung der Sicherheitsregeln erforderlich, da dies sehr gefährlich für das menschliche Leben ist.
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